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Niedrige Pegelstände an Rhein, Donau und Elbe setzen der Binnenschifffahrt schwer zu und haben umso deutlichere Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung, je länger sie anhalten. Weiter vertiefte Fahrrinnen sind wegen ihrer ökologischen Auswirkungen umstritten, eine Rückverlagerung von Schwertransporten auf die Straße ist bei vielen Gütern nicht möglich und würde insbesondere hochbelasteten Brücken und sanierungsbedürftigen Straßenabschnitten weiter zusetzen. Nachhaltiger ist es, bei der Konstruktion von Schiffen anzusetzen: Reduziertes Gewicht bedeutet weniger Tiefgang und damit die Option, auch dann noch Güter zu transportieren, wenn andere Schiffe auf Grund zu laufen drohen.
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Wie lässt sich der CO₂-Fußabdruck eines Produkts standardisiert, automatisiert und unternehmensübergreifend entlang der Wertschöpfungskette ermitteln? Und wie gelingt dies in Unternehmen, die dafür nur über begrenzte (Personal-)Ressourcen verfügen? »PCF Guidance«, der neue Leitfaden der Plattform Factory-X, an dem das Fraunhofer IWU mitgearbeitet hat, beschreibt Berechnungsmethoden und enthält konkrete Berechnungsbeispiele für Fertigungsprozesse wie Fräsen, Schmieden und additive Fertigung. Es erweitert den Betrachtungsraum auf die industrielle Fertigung von Produkten, die aus mehreren Teilen oder Baugruppen bestehen (diskrete Fertigung) – und ergänzt das Rulebook der Plattform Catena-X, das auf einer höheren Abstraktionsebene und mit Schwerpunkt Automobilindustrie grundlegende Berechnungsstandards setzt.
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Die Hydro-Umformung ist ein Verfahren, bei dem hoher Flüssigkeitsdruck genutzt wird, um Bleche oder Rohre in die gewünschte Form zu bringen. Statt eines zweiten starren Werkzeugs übernimmt eine Flüssigkeit die Kraftübertragung. Chemnitzer Forschenden ist es nun gelungen, bei der Hochdruckblechumformung (HBU) die Fertigungszeiten durch geschickte Prozessintegration erheblich zu verkürzen – statt bislang höchstens 8 sind nun 60 Takte pro Minute »drin«. Ein weiterer Coup des IWU-Teams: Durch die Kombination von Hydro-Umformung und Fließpressen lassen sich hybride Metall-Kunststoff-Verbundbauteile wesentlich einfacher herstellen als bisher.
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Hinter dem Kürzel POCT verbergen sich patientennahe Tests und Diagnosen, die statt im Labor beispielsweise bei Patienten zuhause oder im Rettungswagen durchgeführt werden. Sie sind oft das Mittel der Wahl, wenn es auf schnell verfügbare und zuverlässige Ergebnisse ohne hohen Aufwand ankommt. POCT hält nun auch in der Umweltdiagnostik Einzug. Anwendungsbeispiele sind etwa die Überwachung von Abwasser und Gewässern, sensorbasierte Systeme zur Verbesserung des Stallklimas in Mastbetrieben oder mobile Bodenanalytik für einen präziseren Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft. Aber auch bei verschiedenen Gefahrenlagen können schnell verfügbare Daten helfen, Leben besser zu schützen.
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Bei anstrengenden, wenig ergonomischen und sich wiederholenden Tätigkeiten kann Robotik Mitarbeitende entlasten. Doch gerade in der Montage müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, bevor Automatisierungslösungen wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden können – und in Summe Erleichterungen für das Personal »am Band« schaffen. Genau solche Umsetzungsbeispiele erprobt ein Projektteam aus Fraunhofer IWU und Volkswagen Sachsen GmbH aktuell am Fraunhofer IWU: als hybrid-autonomes Montagesystem (HAutoMont), das eine wirtschaftliche und teilautonome Montage von PKW-Unterbodenverkleidungen ermöglicht. Das Team erarbeitet Empfehlungen für eine automatisierungsgerechte Weiterentwicklung von Montageprozessen und Bauteilen.
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Wie lassen sich Verkaufszahlen zuverlässiger prognostizieren, Produktionskapazitäten vollständig digital planen und gleichzeitig Mitarbeiterwissen systematisch einbinden? Mit dieser Fragestellung hat das Fraunhofer IWU für die frottana Textil GmbH & Co. KG, das Unternehmen hinter der Marke MÖVE, ein KI‑gestütztes Bedarfsprognosetool entwickelt. Es wertet historische Verkaufsdaten intelligent aus und liefert Unternehmen eine belastbare, datenbasierte Grundlage für ihre Absatz‑ und Bestellplanung; in einem nächsten Schritt könnte auch die Produktionsplanung angepasst werden.
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Mikrokapseln mit reaktivem Zweikomponenten-Klebstoff können Klebprozesse in Industrie und Montage vereinfachen und die Arbeitssicherheit erhöhen: Der Klebstoff ist zunächst sicher in Kapseln eingeschlossen, der Kontakt mit offenen reaktiven Komponenten kann reduziert werden, und die Aktivierung erfolgt erst beim Verpressen bei Raumtemperatur. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP im Potsdam Science Park sucht Partner aus Industrie und Forschung, die konkrete Bauteile, Trägermaterialien oder Montageprozesse für anwendungsnahe Tests einbringen möchten.
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Wo es im Körper sehr eng ist und feinste Nerven- oder Gefäßstrukturen geschont werden müssen, ist die sogenannte minimalinvasive Chirurgie gefragt. Robotersysteme, die Bewegungsbefehle des Chirurgen hochpräzise, in Echtzeit und millimetergenau übersetzen, dabei auch feinstes Zittern herausfiltern können, sind bereits erfolgreich in Kliniken im Einsatz. Nun verspricht die Kombination dieser Technik mit Datenbrillen einen weiteren Innovationsschub. Im Spatial Computing visualisieren diese mittels Einblendungen ins Blickfeld der Operateure, was sie von außen nicht sehen können. Als Grundlage für die Wegeführung zum Zielgebiet dienen präzise, hochaufgelöste Bilddaten des Patienten, beispielsweise aus der Magnetresonanztomographie (MRT).
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Richtig geplant und dimensioniert können Energiespeicher in der Produktion (ESiP) eigene erneuerbare Energie optimal »verwerten«. Der 2025 auf der Messe ees Europe vorgestellte ESiP Analyzer hat seinen Praxistest bei Energieversorgern und Industrieunternehmen inzwischen mit Bravour gemeistert: Das Tool hilft Fabriken, die Integration erneuerbarer Energien zu verbessern und Leistungsspitzen zu reduzieren. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass gezielte Simulationen und optimierte Betriebsstrategien in einigen Szenarien die Nutzung von annähernd der Hälfte des selbst erzeugten Stroms ermöglichen. Auch die Netzstabilität profitiert vom »geglätteten« Verbrauch durch den Einsatz von Speichern.
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Rund ein Jahr nach Inbetriebnahme darf sich das Wasserstoff-Prüflabor am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als leistungsfähige Plattform für die Industrie bezeichnen. Mit erweiterten Prüfmöglichkeiten, ersten erfolgreichen Kundenprojekten und der Einführung des modularen Elektrolyseur-Stacks HyVentus als Technologieplattform bietet das Fraunhofer IWU Unternehmen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette umfassende Unterstützung – von der Komponentenentwicklung bis zur Systemvalidierung.
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