Leichtbau

Knappe Ressourcen werden zunehmend zum Engpass für die Wertschöpfung, auf der unser Wohlstand basiert. Daher ist es wichtig, mit diesen Ressourcen besser zu haushalten. Leichtbau, als eine der wichtigsten Querschnittstechnologien der Zukunft, steht nicht nur für ein geringeres Gewicht von Baugruppen, sondern auch für den optimalen und belastungsgerechten Einsatz von Werkstoffen und Konstruktionsprinzipien. 

Im Leichtbau setzen wir auf unsere jahrelange Kompetenz, um immer bessere Lösungen für unsere Kunden zu finden. Dabei nutzen wir modernste Entwicklungsansätze wie Topologieoptimierung und Bionik und forschen an neuen Werkstoffen sowie effizienten Technologien zu deren Verarbeitung.

Wie geht Leichtbau?

Durch maßgeschneiderte Werkstoffwahl

Die gezielte Auswahl und Kombination von Werkstoffen spielt eine entscheidende Rolle im Leichtbau und kann die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Leichtbaukonstruktionen erheblich steigern. Unser Ziel ist es, Materialien und Bauteilgestaltungen zu identifizieren, die nicht nur eine höhere Leichtigkeit ermöglichen, sondern auch die erforderliche Funktionalität und Sicherheit zu einem wirtschaftlich vertretbaren Preis gewährleisten.

Egal ob Leichtmetalle, metallische Schäume, Kohle-, Glas- oder Aramidfasern oder eine Kombination aus Metall und Kunststoff: Wir entwickeln stets die optimale Leichtbaulösung für unsere Kunden, ohne uns auf einen bestimmten Werkstoff festzulegen.

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Durch innovative Fertigungs- und Fügetechnologien

Der Einsatz von Leichtbauwerkstoffen macht es notwendig, bestehende Fertigungs- und Fügetechnologien an neue Materialien anzupassen. Wir betrachten die Prozessketten ganzheitlich, entwickeln Lösungen für die Technologie- und Peripherieebene und begleiten Sie von der Idee bis zur Serienreife.    

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Durch Funktionsintegration

Durch die Erforschung von Verfahren, die eine Funktionsintegration in das Innere eines Bauteils ermöglichen, realisieren wir komplexe Strukturen mit integrierten Sensor-Kinematik-Aktorsystemen, die u. a. für Wearables, Orthesen, Roboterstrukturen und Shape Morphing genutzt werden. Die entwickelten Methoden und Technologien finden Einsatz z. B. im Automobilbau, bei Konsumgütern, in der Luft- und Raumfahrt, aber auch in medizinischen Produkten.

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Durch kluges Design

Das Design eines Bauteils spielt eine entscheidende Rolle im Leichtbau. So kann bspw. das Bauteilgewicht durch eine beanspruchungsgerechte Anpassung der Geometrie reduziert werden. Wir nutzen dazu modernste Entwicklungsansätze wie Topologieoptimierung und Bionik. Mithilfe der Topologieoptimierung wird die Form eines Bauteils so angepasst, dass Material nur dort verwendet wird, wo es für die vorgesehenen Beanspruchungen notwendig ist. Dies minimiert das Gewicht und maximiert die Effizienz.

Referenzprojekte

  • ++ am 16.05.2019 in Chemnitz (Sachsen)/ Foto: Kristin Schmidt ++ 54. Bundeswettbewerb Jugend forscht (16. - 19.5.2019), Veranstaltungsort: Messe Chemnitz ++ Im Bild: Begruessungsabend der Jungforscher im Fraunhofer-Institut fuer Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU.

    Offenzellulare Metallstrukturen erfüllen die hohen Anforderungen an effiziente Wärmeübertrager- und Filtersysteme. Die freie Gestaltung der Geometrie eröffnet ein extrem breites Feld an Lösungsansätzen. Das Oberflächen-Volumen-Verhältnis kann eingestellt und die aktive Oberfläche kann individuell an den Anwendungsfall angepasst werden. Wir entwickeln für Sie offenzellige Strukturen entsprechend Ihren Anforderungen und übernehmen die Herstellung im Feinguss.

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  • Um die Messungen im Leichtbau für Faserverbund- und Kunststoffe ebenso zuverlässig zu gestalten, wie für metallische Werkstoffe, haben unsere Experten am Fraunhofer IWU eine Sensortechnologie auf der Basis von Formgedächtnislegierungen entwickelt. Sie können große Dehnungen in einer hohen Messempfindlichkeit, ohne auffallende Ermüdung und mit langer Lebensdauer übertragen. Zusätzlich kann die Sensorik beispielsweise in faserverstärkte Kunststoffe integriert werden.

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  • Das in Kooperation mit der Durham University entwickelte Material Proteus basiert auf Vorbildern der Natur und besteht aus einer zellulären, energieabsorbierenden Aluminiumstruktur, die um harte, bewegliche Keramikkugeln geschäumt wird. Trotz der nachgewiesenen Unzerstörbarkeit beispielsweise gegenüber Winkelschleifern oder Bohrern ist das Material sehr leicht. Es wird künftig zur Herstellung von Lösungen im Sicherheitsbereich zur Anwendung kommen.

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  • Aluminiumschaumplatte

    Wir bieten Ihnen Sandwiches mit Aluminiumdeckblechen und Aluminiumschaumkern als eine rein metallische Lösung, die den gewünschten Anforderungen gerecht wird. Die Aluminiumdeckbleche nehmen angreifende Lasten auf. Der Aluminiumschaumkern ist sehr leicht und hält die Deckbleche zuverlässig auf Abstand. Eine sehr gute Wiederverwertbarkeit, hohe thermische Beständigkeit und erhebliche Verbundfestigkeit sind das Resultat.

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  • © Airbus Aerostructures GmbH

    Im Verbundprojekt META entwickeln Partner aus Industrie und Forschung innovative metallische Fertigungstechnologien für eine nachhaltige und wirtschaftliche Luftfahrtproduktion. Ziel des Vorhabens ist es, bestehende Prozessketten grundlegend weiterzuentwickeln, Ressourcenverbräuche zu reduzieren und gleichzeitig die industrielle Wettbewerbsfähigkeit deutscher Luftfahrtstandorte zu stärken.

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  • Im Projekt Hybrid-Switch entwickelte das Fraunhofer IWU gemeinsam mit Partnern automatisierte Fertigungsprozesse für hybride Leichtbaustrukturen aus Metall und Faser-Kunststoff-Verbunden. Die innovative Hybrid-Pultrusion ermöglicht stoffschlüssige Verbindungen ohne zusätzliche Fügeschritte – wirtschaftlich, robust und ideal für den Einsatz in Automobil-, Nutzfahrzeug- und Schiffbau.

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  • Simulation eröffnet neue Wege zur effizienten und robusten Auslegung von Pultrusionsprozessen. Von der Faserzuführung über die Imprägnierung bis hin zu Aushärtung und Verzug schafft sie Transparenz, reduziert Trial-and-Error und verkürzt Entwicklungszeiten. Als Fraunhofer IWU begleiten wir Sie dabei mit fundierter Simulationsexpertise und langjähriger Prozesserfahrung.

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  • Mit dem Moving‑Mould‑Verfahren ermöglicht das Fraunhofer IWU die kontinuierliche Fertigung von Voll‑ und Hohlprofilen mit konstantem Radius – bei hoher Wirtschaftlichkeit, minimalem Ausschuss und Faseranteilen bis zu 70 %.

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  • Im Projekt PulPro‑SMC wird eine neuartige Pultrusionstechnologie für den Schienenfahrzeugbau entwickelt. Durch die Kombination von Pultrusion, TowPreg und SMC sowie eine gezielte Gradierung entstehen hochfeste Knotenstrukturen – ganz ohne Klebstoffe – für mehr Zuladung, weniger Energieverbrauch und eine wirtschaftliche Serienfertigung.

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  • Die Forschungsschwerpunkte des Fraunhofer IWU liegen in der Weiterentwicklung der Verfahrenskombination aus Innenhochdruck-Umformung und Spritzgießen bei der Herstellung rohrbasierter Hybridbauteile. Eine erste Weiterentwicklung besteht im Ersatz des flüssigen Wirkmediums durch ein gasförmiges Wirkmedium. Dadurch verbessert sich die Robustheit des Prozesses, da der Kunststoff empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert.

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