Projekt AuWiBaS
Bei der Wiederaufbereitung von eBike-Akkus erlaubt es, neue Wertschöpfungsketten aufzubauen und Ressourcen zu schonen. Dabei werden die Batteriegehäuse geöffnet, werthaltige und intakte Batteriekomponenten entnommen sowie defekte und vernachlässigbare Batterieteile recycelt. Während einige Batteriegehäuse für die Wiederaufbereitung eingesetzt werden, wird der Großteil der Kunststoff-Gehäuse nach dem Öffnen ungenutzt entsorgt.
Auf dem Markt existiert eine große Vielfalt an unterschiedlichen eBike-Akkus von unterschiedlichsten Herstellern. Dabei unterscheiden sich die Gehäuse in der Geometrie, Farbe, im Material und in den Anbauelementen. Aufgrund der Vielzahl an eBike-Akkus und damit auch an unterschiedlichen Batteriegehäusen müssen diese zunächst in Kunststoffgruppen eingeteilt werden. Für die weitere Aufbereitung wurde sich auf die drei Kunststoffgruppen mit dem höchsten Anteil beschränkt, da für die Aufbereitung sortenreine Kunststoffe notwendig sind.
Es wurden Konzepte entwickelt, die es erlauben, das Batteriegehäuse der Wiederverwertung mittels Kunststoffrecycling zuzuführen. Dabei wurden zunächst Trennverfahren für die Entfernung von Fremdstoffen untersucht und bewertet. Anschließend erfolgte die Zerkleinerung der Gehäuse, die Aufbereitung des Mahlguts (Compoundierung) und die Bestimmung mechanischer Kennwerte im Zugversuch. Für eine mögliche Weiterverarbeitung im Spritzgussverfahren wurde zudem der Schmelzflussindex (MVR) ermittelt.
Eine wirtschaftliche Betrachtung des Gehäuserecyclings mit der Erarbeitung von Materialströmen sowie ein Life Cycle Assessment (LCA) zum Vergleich des CO2-Fußabdrucks von Recyclingmaterial mit Neuware wurde zum Abschluss des Projekts durchgeführt.
Laufzeit
August 2021 bis März 2022
Koordination
Fraunhofer IWU
Projektpartner
Liofit GmbH