Einfache und anpassungsfähige KI für flexible Industrieroboter – GreenBotAI

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Motivation

Die europäische Fertigungsindustrie steht vor mehreren Herausforderungen. Dazu gehören unter anderem die Veränderung von der Massenproduktion zur kundenspezifischen Fertigung, die ständig steigende Komplexität der Produktionslinien, der Wettbewerb mit Ländern mit niedrigem Einkommen, das Risiko von Pandemien und die Erwartung niedriger Fehlerquoten. 

Zielsetzung

In GreenBotAI liegt der Fokus auf der Verringerung der Reaktions- und Latenzzeiten von Industrierobotern, einer optimierten smoothen Bahnplanung sowie der »On-the-fly-Ausführung« bestimmter Aufgaben. Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung der notwendigen Hardwarekomponenten sowie modernster Deep-Learning-Methoden zur Überwachung, Datenverarbeitung und Fehlerkontrolle, um einen Generationswechsel in der Robotik zu schaffen. Umgebungsbedingungen sollen hierbei selbstständig erkannt und das Roboterverhalten in Echtzeit an veränderte Bedingungen angepasst werden.

Angestrebte Ergebnisse

Im Projekt soll ein »GreenBotAI-Kit« für Industrieroboter entwickelt werden, um intelligente Anwendungen zu ermöglichen und deren Aufbau zu erleichtern. Ein Kit soll aus einem zu entwickelnden latenzarmen und energiesparenden KI-Prozessor, einer Platine und zugehöriger Software inkl. der Algorithmen bestehen. Dieses System soll es Industrierobotern ermöglichen, sich selbständig an die Anforderungen der Produktionslinie anzupassen, komplexe und mühsame Aufgaben zu bewältigen, bei der Handhabung von Gegenständen auf Fehler zu achten und die Installations- und Einlernphase zu verkürzen. Zu den Anwendungsfällen gehören das Greifen verschiedener Objekte aus einem Schüttgutbehälter (Kommissionierung), das Schrauben an einem sich bewegenden Motor, die kraftgesteuerte Montage und die fliegende Konformitätsprüfung des Fahrzeugunterbodens.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit:
März 2022 - Februar 2025

Fördergeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, Le ministère de l'Économie, des Finances et de la Relance (Frankreich), bpifrance (Frankreich)

Konsortium:
Konsortialführer: Fraunhofer IWU (Deutschland), GrAI Matter Labs SAS (Frankreich)
Partner: Hochschule München (Deutschland), Arts et Metiers (ENSAM LISPEN, Frankreich)