Für mehr Leichtigkeit: Aus Aluminiumschrott wird Pulver für die Aluminiumschaumfertigung

Das Erzeugen von Primäraluminium ist ein sehr energieintensiver und ökologisch umstrittener Prozess. Aluminium zu recyceln ist attraktiv, da es ohne Qualitätsminderung immer wieder verwendet werden kann und Recyclingprozesse einen deutlich geringeren Energiebedarf erfordern als die Herstellung von Primäraluminium. Für das Recycling hat sich das Aufschmelzen von Aluminiumschrott oder sonstigen Aluminiumabfallprodukten etabliert. 

Das Fraunhofer IWU hat gemeinsam mit Industriepartnern eine ganz andere Möglichkeit des Recyclings entwickelt. Bei dieser Technologie werden Aluminiumschrott, Aluminiumspäne (wie sie bspw. beim Zerspanen anfallen) oder sonstige Formen recycelten Aluminiums zerkleinert. Das zerkleinerte Material dient dann als Ausgangsstoff für die Aluminiumschaumfertigung. Mit einer Dichte kleiner als Wasser birgt der Metallschaum ein hohes Leichtbaupotential. Dies wurde bereits in verschiedensten Anwendungen und Applikationsfeldern wie dem Maschinen- und Fahrzeugbau, der Architektur oder gar dem Bergbau umgesetzt. Für die dort genutzten Halbzeuge war das bisher als Ausgangsmaterial verwendete Metallpulver zu teuer. Mit dem neuen Verfahren eröffnet sich nun ein erheblich breiteres Anwendungsspektrum, da die Kosten für das Ausgangsmaterial zur Schaumherstellung deutlich niedriger sind. 

Diese umweltschonende Technologie in Verbindung mit einer Kostenreduktion verspricht nachhaltige Produkte mit einer nahezu uneingeschränkten Wiederverwendbarkeit. 

Recyclingprozesskette
Aluminiumschaumsandwich
Halbzeuge mit verschiedenen Profilquerschnitten
Anwendungsbeispiel: Triebkopfhaube aus Aluminiumschaumsandwiches