5. Fraunhofer Direct Digital Manufacturing Conference DDMC

Wie nutzt man KI für industriellen 3D-Druck? Virtuelle Fraunhofer-Konferenz zur generativen Fertigung

12. Juni 2020

Die Industrialisierung des 3D-Drucks schreitet voran – und damit auch seine Digitalisierung. Die Frage, welche Rollen Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz dabei spielen, ist einer der Schwerpunkte der »Fraunhofer Direct Digital Manufacturing Conference DDMC 2020« am 23. Juni 2020. Pioniere des industriellen 3D-Drucks sprechen in vier Keynotes über aktuelle Anwendungstrends und in einer Panel-Diskussion stellen Forschungsteams die zehn wichtigsten Erkenntnisse der letzten zwei Jahre vor. Die internationale Konferenz findet dieses Jahr erstmals virtuell statt.

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Fraunhofer Direct Digital Manufacturing Conference DDMC 2020 am 23. Juni 2020 als Online-Event
© Fraunhofer Generativ / Fraunhofer IWU / Langer / Fallon / Weber / Kyttanen
Keynote-Speaker der Fraunhofer Direct Digital Manufacturing Conference DDMC 2020 am 23. Juni 2020

Der industrielle 3D-Druck gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Immer neue Anwendungsbereiche entstehen für generativ und additiv gefertigte Werkzeuge, Bauteile und Produkte. Auch die verwendeten Materialien und die Prozessoptimierung entwickeln sich ständig fort. Digitale Prozessketten stehen aktuell besonders im Fokus – von der Produktidee und deren Computermodell bis hin zum fertig nachbearbeiteten Bauteil. Alle aktuellen Trends und Neuentwicklungen stellen Forschende und Unternehmen am 23. Juni 2020 bei der »Fraunhofer Direct Digital Manufacturing Conference DDMC 2020« vor.

»Methoden des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz finden verstärkt Anwendung bei der Überwachung und immer häufiger auch bei der Regelung additiver Fertigungsprozesse.«, sagt Dr. Bernhard Müller, Sprecher der »Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung« und Leiter der DDMC 2020. Das ist auch am Konferenzprogramm ablesbar, denn gleich mehrere Fachvorträge befassen sich in der neu geschaffenen Session »Machine Learning for Additive Manufacturing« mit diesem Thema.

Weitere aktuelle Trends im Bereich der additiven Fertigung schlagen sich im Programm der DDMC 2020 nieder: »Die Geschwindigkeit der Prozess­innovationen ist nach wie vor ungebremst hoch, was sich bei der Erforschung stetig neuer, leistungsfähiger und sogar intelligenter Werkstoffe für den 3D-Druck zeigt. Da sehen wir auch immer mehr konkrete industrielle Anwendungsbeispiele.«, ergänzt Dr. Müller. Präsentationen dazu wird es in Sessions zu »Novel Materials«, »Functionalized Materials« sowie »Use Cases« geben.

Vier Keynotes von echten Pionieren der Branche

Die DDMC ist alle zwei Jahre ein fester Termin für Expertinnen und Experten zum Austausch über neueste Forschungsergebnisse und aktuelle Projekte. Organisiert wird sie von der Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung. In diesem Jahr findet die Konferenz zum fünften Mal statt – aufgrund geltender Kontaktbeschränkungen aber erstmals als virtuelles Live-Event.

Zentrale Denkanstöße kommen diesmal von vier renommierten Keynote-Speakern: Dr. Hans J. Langer (CEO & Chairman, EOS Gruppe), Greg Fallon (VP Business Strategy, Autodesk), Tim Weber (Global Head of 3D Metals, HP) und Janne Kyttanen (3D-Druck-Künstler und Unternehmer, What the Future Venture Capital) sind echte Pioniere der Branche und beleuchten die neuesten Entwicklungen und industriellen Anwendungstrends der generativen Fertigung. Im Anschluss stehen sie im Rahmen einer ausführlichen Q&A-Session für eine Diskussion zur Verfügung.

Die zehn wichtigsten Erkenntnisse der letzten zwei Jahre

»Ganz besonders freue ich mich auch auf die Forschungsteams der zehn besten Einreichungen aus dem Review-Prozess«, betont Dr. Müller. »Sie stellen ihre wichtigsten Erkenntnisse aus den letzten zwei Jahren in einem Pitch vor und erörtern detaillierte Fragen in einer moderierten Panel-Diskussion mit den Konferenzteilnehmenden. Qualitativ hochwertige Forschung bekommt auf diese Weise eine angemessene Bühne.«

Zum Live-Programm gehört auch die Verleihung des »Big Five Award for Additive Manufacturing«, welcher zum ersten Mal im Rahmen der Konferenz ausgelobt wird. Mit ihm werden Personen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um Forschung und Fortschritt im 3D-Druck und der additiven Fertigungsverfahren verdient gemacht haben. Auch das „Best Paper“ und das „Best Poster“ werden gekürt. Über die „Best Presentation“ entscheiden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz direkt per Voting.

Ergänzend zum Live-Event bietet die Konferenzwebseite im Zeitraum vom 12. Juni bis 6. Juli 2020 fast 70 aufgezeichnete Fachvorträge zu den verschiedensten aktuellen Entwicklungen in der additiven Fertigung und im industriellen 3D-Druck. Somit können Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer alle Vorträge in Ruhe erleben.

Die Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung

Die Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung integriert deutschlandweit zwanzig Fraunhofer-Institute und bildet damit die gesamte Prozesskette der additiven Fertigung ab. Dies umfasst die Entwicklung, Anwendung und Umsetzung additiver Fertigungsverfahren und Prozesse. Die langjährige Erfahrung aus nationalen und internationalen Industrieaufträgen und Forschungsprojekten bildet die Grundlage dafür, individuelle Konzepte für Kundinnen und Kunden zu entwickeln und komplexe Aufgaben zu bewältigen.

 

Das vollständige Programm der DDMC 2020 finden Sie hier: https://s.fhg.de/Jwg

Die Anmeldung zur Konferenz ist über die Konferenzwebsite unter https://s.fhg.de/rcD möglich.