Entwickeln, simulieren und konstruieren
Zu Beginn entwickelten die Teams unterschiedliche Bootskonzepte und überführten ihre Ideen in CAD-Modelle. Dabei ging es nicht allein um ein ansprechendes Design. Die Entwürfe mussten auch grundlegende Anforderungen des Bootsbaus erfüllen und zugleich für die additive Fertigung geeignet sein.
Neben Formgebung und Konstruktion spielten deshalb unter anderem Stabilität, Schwimmfähigkeit, Belastbarkeit und die fertigungsgerechte Gestaltung eine wichtige Rolle. Mithilfe digitaler Methoden und Virtual Reality konnten die Konzepte bereits vor der Fertigung untersucht und weiterentwickelt werden.
Am Ende wurden die Entwürfe hinsichtlich Design, schiffbaulicher Auslegung und Druckbarkeit bewertet. Ein Konzept setzte sich schließlich durch und wurde für die Fertigung ausgewählt.
Vom digitalen Modell zum realen Boot
Anschließend wurde es am Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz mittels Large Scale Additive Manufacturing (LSAM) in Originalgröße gefertigt. Damit konnten die Studierenden unmittelbar erleben, wie aus einem digitalen Entwurf innerhalb kürzester Zeit ein reales Bauteil entsteht.
Den Abschluss der Summer School bildete der Praxistest am Olbersdorfer See. Dort musste sich zeigen, ob die Überlegungen aus Konstruktion und Simulation auch unter realen Bedingungen funktionieren. Das Ergebnis: Das Boot schwamm – und machte deutlich, was innerhalb weniger Tage möglich ist, wenn unterschiedliche Fachrichtungen, moderne Entwicklungswerkzeuge und innovative Fertigungstechnologien zusammenkommen.
Praxisnahe Lehre mit greifbarem Ergebnis
Die International Summer School verband damit Konstruktion, Design, Simulation und Fertigung in einer durchgängigen praktischen Aufgabe. Für die Teilnehmenden bedeutete das nicht nur Einblicke in aktuelle Technologien des großformatigen 3D-Drucks, sondern vor allem die Erfahrung, eine eigene Idee im Team bis zum funktionsfähigen Produkt umzusetzen.
Die Summer School wurde von Haakon Hilse und Alsu Gimatdinova organisiert. Wertvolle Unterstützung erhielt die Veranstaltung von den Unternehmen Airtech, CEAD und ADAXIS.
Die International Summer School 2026 war Bestandteil des Projekts „Dezentraler Lausitzcampus“ im Transferraum syntral und wird im Rahmen der Förderlinie „T!Raum – Transferräume für die Zukunft von Regionen“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.