Deutsch-Polnisches Leistungszentrum ATeM

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Neue Einsatzmöglichkeiten für additive Fertigungstechnologien in Medizin und Gesundheitsversorgung

Das deutsch-polnische Leistungszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft erforscht neue Technologien für den Einsatz von 3D-Druckverfahren, der sogenannten additiven Fertigung, in der Medizintechnik. Der 3D-Druck erlaubt individuelle und auf den Patienten zugeschnittene Lösungen sowie die Integration neuer, verbesserter Eigenschaften und Funktionen in Bauteile. Dies ist oft nicht nur deutlich kostengünstiger als herkömmliche Verfahren, sondern erlaubt auch, neuartige Therapien und Behandlungsansätze bereitzustellen. Patienten sollen künftig von individuell anpassbaren Produkten und Therapiemöglichkeiten profitieren. Durch die Kombination innovativer Werkstoffe soll etwa Zahnersatz in neuer Ästhetik und Komplexität durch die Kombination innovativer Werkstoffe entstehen. In additiv hergestellte Knie- und Hüftgelenke sollen Sensoren integriert werden, die Entzündungen feststellen, indem sie auf höhere Temperaturen oder veränderte Biomarker reagieren. Erforscht wird auch, wie sich faserverstärkte 3D-Strukturen drucken lassen, bspw. für Schädelimplantate, passgenaue Rollstuhlsitze oder hochfeste Orthesen.

Ziele

  • Etablierung der additiven Fertigung als Standardwerkzeug in der Medizintechnik
  • Abbau von Markteintrittsbarrieren
  • Direkter Industrietransfer innovativer Produktlösungen für die personalisierte Medizin und Gesundheitsversorgung
  • Funktionsintegration und Digitalisierung für verbesserte Eigenschaften personalisierter Medizinprodukte
  • Kostensenkung für individualisierte Therapieansätze durch effizientere Fertigungsstrategien

Im internationalen Leistungszentrum »Additive Technologien für Medizin und Gesundheit« (ATeM) kooperieren die Fraunhofer-Institute für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden sowie für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz mit der Fakultät Maschinenbau und dem Center for Advanced Manufacturing Technologies (CAMT) der TU Breslau. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Projekt finanziell.

Eckdaten zum Projekt

Projektstart
03.2021

Partner
Fraunhofer IWS
Fraunhofer IWU
TU Breslau