Frankfurt am Main  /  19.11.2019  -  22.11.2019

formnext

Gemeinschaftsstand der IHK-Chemnitz

Halle 12.0, C40

Das Fraunhofer IWU präsentiert sich im Rahmen der formnext 2019 auf dem IHK-Gemeinschaftsstand mit dem schnellsten 3D-Drucker der Welt.

Die additive Fertigung großvolumiger Kunststoffbauteile ist zeitaufwändig. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU haben nun mit SEAM (Screw Extrusion Additive Manufacturing) ein System und Verfahren entwickelt, das im Vergleich zum herkömmlichem 3D-Druck acht Mal schneller ist.

Für die Fertigung eines 30 Zentimeter hohen Bauteils aus Kunststoff benötigt die Highspeed-Technologie lediglich 18 Minuten. Ein Forscherteam des Fraunhofer IWU hat es für die Additive Fertigung großvolumiger, belastbarer Kunststoffbauteile entwickelt. Werkzeughersteller, aber auch die Automobil- und Luftfahrtbranche profitieren von dem neuartigen 3D-Drucker, der eine um den Faktor 8 gesteigerte Prozessgeschwindigkeit erreicht.

Pro Stunde werden bis zu sieben Kilogramm Kunststoff durch die heiße Düse mit dem Durchmesser von einem Millimeter gedrückt. Die vergleichbaren 3D-Druckverfahren FDM (Fused Deposition Modeling) oder FLM (Fused Filament Modeling) erreichen in der Regel nur 50 Gramm Kunststoff pro Stunde. Die Besonderheit: SEAM verarbeitet statt teurem FLM-Filament rieselfähiges, preisgünstiges Standard-Kunststoffgranulat zu belastbaren, faserverstärkten, mehrere Meter großen Bauteilen. Auf diese Weise lassen sich die Materialkosten um das 200-fache senken.

Nutzen für den Kunden

  • Hohe Variabilität durch realisierbare Strangbreite
  • 200-fache Einsparung der Material- und Bauteilkosten durch Standardgranulat
  • kurze Herstellungszeiten

Alleinstellungsmerkmal

  • deutlich erhöhte Prozessgeschwindigkeit
  • gleiche Oberflächenqualität wie beim Standard-FLM-Prozess

Zielgruppe

Das am Fraunhofer IWU entwickelte SEAM-Verfahren ist für die weitere Entwicklung der additiven Fertigungstechnologien für den industriellen Einsatz von zukunftsweisender Bedeutung und stellt einen entscheidenden Schritt zur Effizienzsteigerung der 3D-Druckprozesse dar.

Fraunhofer-Gemeinschaftsstand

Halle 11.0, Stand D51

Zudem präsentiert sich das Fraunhofer IWU auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand der Allianz Generative Fertigung, u.a. im Rahmen des Fraunhofer-Leitprojekts »futureAM«

Fraunhofer-Leitprojekt »futureAM – Next Generation Additive Manufacturing«

Im November 2017 startete das Fraunhofer-Leitprojekt futureAM mit dem Ziel, die Additive Fertigung von Metallbauteilen mindestens um den Faktor 10 zu beschleunigen. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht zum einen die ganzheitliche Sicht auf die digitale und physische Wertschöpfung vom Auftragseingang bis zum fertigen metallischen 3D-Druck-Bauteil, zum anderen der Sprung in eine neue Technologie-Generation der Additiven Fertigung.  

Für den Sprung in eine neue Technologie-Generation des AM definierten die Projektpartner die vier Handlungsfelder Industrie 4.0 und digitale Prozesskette, Skalierbare und robuste AM-Prozesse, Werkstoffe sowie Systemtechnik und Automatisierung.

Fraunhofer-Leitprojekt »futureAM«

Pressemeldung »Fraunhofer-Leitprojekt futureAM auf der formnext: Metall AM vor dem Durchbruch«