ProduktionsZukunft 01/2022

Informationen aus dem Fraunhofer IWU

Liebe Leserinnen und Leser,

die akute Notwendigkeit zur Diversifikation der Energieversorgung erfordert die unverzügliche Umstellung auf erneuerbare Energien. Wie unter Einsatz von Wasserstoff-Technologien die Energiewende gelingt und wir gleichzeitig zu einer technologisch und ökonomisch sinnvollen Kreislaufwirtschaft gelangen, daran forschen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unermüdlich. Ob durch die Entwicklung und Optimierung neuer Verfahren im High-Speed-3D-Druck oder durch den direkten Austausch mit Anwenderinnen und Anwendern bei Veranstaltungen – am Fraunhofer IWU widmen wir uns seit 30 Jahren ressourceneffizienter Produktion und produktionstechnischer Forschung.

Freuen Sie sich dieses Jahr auch noch auf neue Beitragsreihen im Rahmen unseres 30-jährigen Jubiläums. Unter #IWU30plus erwarten Sie ganzjährig u.a. VideoVlogs zu den Zukunftsthemen des Fraunhofer IWU, nachhaltige Projekte mit unseren Partnern und den Persönlichkeiten, die unser Institut ausmachen!

Live, in Farbe und zum Anfassen: Das Fraunhofer IWU auf der Hannover Messe 2022

Mit vier zentralen Themen nimmt das Fraunhofer IWU vom 30. Mai bis 2. Juni 2022 an der HANNOVER MESSE teil. Als Teil des Fraunhofer-Gemeinschaftsstandes in Halle 5, Stand A06, präsentieren die Forscherinnen und Forscher erstmalig die Referenzfabrik.H2 zur stückzahlskalierbaren Serienproduktion von Komponenten für Wasserstoff-Systeme, sichere und leistungsstarke Robotik für menschennahe Aufgaben, multimodale Interaktionsstrategien für die Mensch-Roboter-Interaktion und intelligente Maschinenkomponenten für die Produktion von morgen. Weitere Details zu den Highlight-Themen finden Sie auf unserer Webseite und machen Sie am besten einen Termin mit uns vor Ort!
 

Wer gewinnt die Energiewende? Fragt Tom Schwarting im Fraunhofer IWU-Blog #zukunftsfabrik

Innerhalb des öffentlichen Diskurses der Energiewende wird häufig ein eher negatives Bild einer verzichtsreichen Zukunft gemalt. Doch schon heute existieren bezahlbare Technologien, welche bereits bei geringen Investitionsvolumen einen klaren Mehrwert für alle Arten von Unternehmen garantieren. Dabei zeigt sich zunehmend, wer mutig agiert und in die Energieversorgung der Zukunft investiert, garantiert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens, so Fraunhofer IWU-Experte Tom Schwarting. Lesen Sie in seinem Blogbeitrag, weshalb er Privatpersonen und Unternehmen den Schritt zur Klimaneutralität rät.

Auf dem Blog #zukunftsfabrik erwarten Sie zudem ab April zahlreiche neue Beiträge, u.a. zu »Voraussetzungen und Möglichkeiten von Materialflusssimulationen« und »kognitiven Mensch-Maschine-Systemen«.
 

Von Chemnitz in die Welt: Wasserstoff-Technologien für Südafrika mit dem Hydrogen Tryout Areal

Wasserstoff-Technologien treten national als auch international zunehmend ins Rampenlicht. Unter der Regie des Fraunhofer IWU und der Texulting GmbH wurde eine speziell für den südafrikanischen Markt konzipierte Anlage, ein sogenanntes Microgrid, zur Erzeugung von grünem Wasserstoff entwickelt.

»Ziel des Projektes ist es, ein kostengünstiges und autarkes Energieversorgungssystem für unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten zu schaffen«, so Dr.-Ing. Ulrike Beyer, Leiterin der Taskforce Wasserstoff am Fraunhofer IWU. Das Projekt »Hydrogen Tryout Areal« (HyTrA) gehört zur Exportinitiative Umwelttechnologien des Bundesumweltministeriums in Berlin. Bis zum Herbst 2023 soll das neuartige Energiesystem unter den klimatischen Bedingungen in Südafrika getestet werden.

Zum Expertenaustausch lädt das Innovationscluster HZwo e. V. gemeinsam mit dem Fraunhofer IWU vom 31.05. bis 01.06. ins Carlowitz Congress Center nach Chemnitz zur Fuel Cell Conference FC³ ein. Vom 12.-13.10. folgt am Fraunhofer IWU die Schulungsreihe »Produktion von Wasserstoffsystemen – Elektrolyseure und Brennstoffzellen«.
 

Demontieren statt Schreddern: Unsere kreislauffähige, wiederverwendbare E‐Fahrzeugplattform auf der JEC 2022

Altfahrzeuge werden am Ende ihres Produktlebens in großen Anlagen geschreddert. Durch aufwendige Sortierprozesse werden Materialien voneinander getrennt um werkstoffliches Recycling zu ermöglichen. Für eine wirtschaftlich sinnvolle Wiederverwendung, fehlte bisher die Technologie. Das ändern wir im europäischen Forschungsprojekt »FiberEUse«.

Unsere Lösung basiert darauf, dass Fahrzeuge am Ende ihres Produktlebens demontiert und einzelne Bauteile und Strukturen in neuen Fahrzeugen wiederverwendet werden. Für diese Bauteile eignen sich kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) besonders, da diese eine hohe Ermüdungsfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit besitzen. Im Projekt wurde dazu eine wiederverwendbare Fahrzeugplattform auf Basis einer Grundstruktur aus CFK entwickelt, prototypisch umgesetzt und die begleitende Technologie zur schädigungsfreien Trennung der Einzelkomponenten entwickelt. Zur ökonomischen Bewertung wurden Geschäftsmodelle und logistische Prozesses erarbeitet.

Der Demonstrator wird im Rahmen der JEC World 2022 vom 03.‐05. Mai in Paris ausgestellt – Halle 5, Stand C 80.
 

 

Wir sind heiß aufs Drucken: SEAMHex2 bietet durchgängigen Workflow für 5-Achs-3D-Druck

Mit dem SEAMHex 2 wird am Fraunhofer IWU der zweite High-Speed-3D-Drucker in Betrieb genommen. Im Maschinenpark der Kognitiven Produktion angesiedelt, werden mit dem SEAMHex 2 zukünftig die Druckprozesse weiter optimiert und an die Maschinenbewegung angepasst, um die Prozessstabilität und damit die Bauteilqualität weiter zu steigern. Dazu bauen wir auf KI-gestützte automatisierte Prozessoptimierungen, welche mit unterschiedlichen Kunststoffmaterialien und Bauteilgeometrien umgehen können.

Den SEAMHex 2 in Aktion und weitere Informationen zur Automatisierung des Workflows vom CAD-Modell bis zum gedruckten Bauteil finden Sie auf dem Fraunhofer IWU-Blog #kognitiveproduktion.
 

Gemeinsam mehr schaffen: Fördergelder für neue Projektpartnerschaften

Forschung und Innovation gehören zu den zentralen Handlungsfeldern für Deutschlands Zukunft. Verschiedene Fördergeber auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene stellen dafür Förderprogramme und -Mittel in Milliardenhöhe bereit. Profitieren Sie davon und bearbeiten Sie mit uns innovative Fragestellungen im Rahmen gemeinsamer Projektpartnerschaften.

Auf drei aktuelle Ausschreibungs-Themen möchten wir Sie gern nochmal aufmerksam machen und Ihnen bei Interesse unsere Unterstützung anbieten:

➜ IoT-Sicherheit in Smart Home, Produktion und sensiblen Infrastrukturen
➜ Grenzüberschreitende Vernetzung und Entwicklung von Projektvorschlägen
➜ Leichtbau als Innovationstreiber für nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften