Eine für alles: die flexible Messvorrichtung für den Karosseriebau

© Fraunhofer IWU

Im Karosseriebau müssen die Maße von Einzelteilen und Baugruppen auf Zehntelmillimeter exakt gearbeitet sein, damit sie den heute geforderten Qualitätsstandards entsprechen. Um dies zu garantieren, werden die Komponenten immer wieder vermessen. Unabhängig vom Messverfahren müssen sie dafür in eine Vorrichtung gespannt werden, die sie definiert in Position hält.

Nach aktuellem Stand der Technik wird für jedes zu messende Objekt eine spezifische Vorrichtung entwickelt und beschafft. Aufgrund der Teilevielfalt bei modernen Karosserien stellt dies einen großen Kostentreiber in der Qualitätssicherung dar. Zwar gibt es am Markt Lösungen, die flexible Aufnahme- und Spannkonzepte auf Baukastenbasis anbieten. Ihr Auf- und Abbau ist jedoch so zeitaufwendig, dass große Teile dieser Spannkonzepte nach einmaliger Montage als Einheit eingelagert werden.

Flexibler ist das von Fraunhofer IWU und Promess Montage gemeinsam entwickelte Promess Measuring Device (PMD). Diese Vorrichtung ist in der Lage, sich selbständig in weniger als zwei Minuten für eine neue Messaufgabe umzurüsten. Die kompakte Bauweise ermöglicht es, die Bauteilanbindungen sehr nahe zusammenzufahren, um auch kompakte und kleine Bauteile aufzunehmen. Dadurch ist bei der Maßhaltigkeitsanalyse zukünftig keine längerfristige Planung für die Messaufnahmen mehr notwendig. Mit dem PMD steht zu jederzeit ein Betriebsmittel bereit, das schnell und bedarfsgerecht für das entsprechende Bauteil und Prüfkriterium gerüstet werden kann.

Nutzeffekte:

  • eine einzige Messvorrichtung für alle Einzelteile
  • Zeitersparnis beim Rüsten
  • Kostenersparnis bei Konstruktion, Beschaffung, Lagerung und Rüsten

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