Monitoringsystem zur lückenlosen Überwachung der Durchblutung eines Lappentransplantats

Projekt VascuGuard

Projektstruktur
Projektstruktur

Das Verbundprojekt VascuGuard entwickelt ein klinisches Monitoringsystem zur lückenlosen Überwachung der Durchblutung von Hautlappentransplantaten. Im technischen Austausch mit den Projektpartnern MedicalSyn, Deltec electronics und der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der TU Dresden entsteht dabei ein datengetriebenes Frühwarnsystem, das postoperative Versorgungsprozesse sicherer und vorhersagbarer macht.

Am Fraunhofer IWU liegt der technische Schwerpunkt auf der durchgängigen digitalen Architektur des Systems. Der Fokus liegt auf dem Aufbau einer robusten Datenpipeline, die hochfrequente Sensordaten echtzeitnah verarbeitet und für medizinisches Fachpersonal intuitiv visualisiert. Parallel dazu wird eine strukturierte Anbindung an klinische Datenbanken realisiert, sodass physiologische Messwerte nahtlos mit patientenspezifischen Kontextinformationen verknüpft werden. Dieser abgestimmte Software- und Datenbankentwurf bildet das technische Fundament für alle weiteren Analyse- und Prognosemodule.

Um die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit und Modellgüte zu gewährleisten, arbeitet das Fraunhofer IWU an Versuchsprotokollen zur validen Datengenerierung. Auf Basis dieser kontrollierten Datensätze werden fortlaufend Datenanalyseverfahren sowie patientenspezfische Prognosemodelle optimiert. Durch die Rückkopplung klinischer Beobachtungen in die Algorithmen entsteht ein System, das kritische Perfundationsmuster präzise erkennt und zeitnah vor beginnender Ischämie (verminderte oder vollständig aufgehobene Durchblutung eines Gewebes) warnt.

Der Übergang von der Forschung in den Klinikalltag wird gemeinsam mit den medizinischen Partnern geplant und schrittweise validiert. Das Fraunhofer IWU übernimmt dabei die übergreifende technische Steuerung, koordiniert die Systemintegration, sorgt für interoperable Datenschnittstellen und begleitet die Implementierung im klinischen Workflow. Diese koordinierende Verantwortung gewährleistet, dass Hard- und Softwarekomponenten nahtlos zusammenarbeiten und höchste Anforderungen an Patientensicherheit sowie Datenarchitektur erfüllen.

Eckdaten zum Projekt

Laufzeit
August 2025 bis Dezember 2027

Fördermittelgeber
SAB

Koordination
Fraunhofer IWU

Projektpartner

  • MedicalSyn
  • Deltec electronics
  • TU Dresden - Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie