Bohrungsdrücken

Das Bohrungsdrücken ist ein vom Fraunhofer IWU gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz entwickeltes inkrementelles, rotatorisches Druckumformverfahren zur Herstellung von Hohlteilen aus Vollzylindern. Dieses Massivumformverfahren verknüpft die Prinzipien des Rückwärtsnapffließpressens und des Abstreckdrückens. Je nach Fertigungsaufgabe und Werkstoff kann kalt, warm oder halbwarm umgeformt werden.

  • gegenüber Tiefbohren wesentlich bessere Materialausnutzung (ca. 90 Prozent) bei gleichzeitig geringerem Materialeinsatz 
  • attraktiv für Verarbeitung preisintensiver Werkstoffe
  • Alternative zum Fließpressen, wenn dickwandige Hohlteile oder Hohlteile mit Absätzen hergestellt werden sollen (Durchmesser-Wanddickenverhältnisse D:s < 5)
  • keine chemische Oberflächenvorbehandlung erforderlich
  • durch kinematische Formerzeugung entfallen aufwändige Matrizen
  • durch hohe Flexibilität auch Fertigung kleiner Stückzahlen wirtschaftlich

Prozesskettenentwicklung

  • Marktanalyse
  • Prozesskettenuntersuchung
  • Prozessoptimierung
  • Kosten-Nutzen-Rechnung
  • Entwicklung von Fertigungskonzepten
  • Planung und technologische Dimensionierung von Verfahren, Werkzeug  und Maschine

Entwicklung und Bewertung von Umformstrategien

  • Marktanalyse
  • Machbarkeitsstudie
  • Technologieentwicklung
  • Erarbeitung von Verfahrenskennwerten und optimaler Umformstrategien
  • Benchmarking
  • numerische Simulation
  • Prototypenfertigung

Qualitätssicherung

  • 3D-Koordinatenmessung
  • Mikrostrukturanalysen
  • Ermittlung mechanischer Kennwerte

Maschinentechnik

  • Experimentieranlage BDM2000