Forschungsprojekt

Profile aus Magnesiumknetlegierungen

Zielbranchen

Fahrzeug- und Verkehrstechnologien, auch: Antriebstechnik, Energietechnik, Energieeffizienz, Automobilindustrie, Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, Leichtbau, Luftfahrttechnik, Maschinenbau, Metallerzeugung und -bearbeitung, Nutzfahrzeugbau, Schienenbau, Schiffsbau, Stahlbau, Umformtechnik, Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, Werkzeugmaschinenbau

Problemstellung

Das Verarbeiten von kaltgewalzten Stählen zu komplexen Profilen nahezu beliebiger Länge ist eine weitverbreitete und wirtschaftliche Technologie. Die Verarbeitung leichtbaurelevanter Werkstoffe wie Magnesiumknetlegierungen oder Presshärtestählen ist jedoch durch das notwendige Temperaturmanagement in kontinuierlich laufenden Walzprofilierprozessen gehemmt.

Lösung

Der Schwerpunkt der Arbeiten lag auf der Entwicklung und experimentellen Absicherung von temperierten Prozessvarianten. Dabei werden die Bleche bevorzugt induktiv erwärmt. Die Herausforderung besteht insbesondere in der Bestimmung eines optimalen Prozessfensters für den Profiliervorgang, um die für eine wirtschaftliche Ausbringung notwendige Vorschubgeschwindigkeit zu gewährleisten und ein qualitätsgerechtes Umformergebnis zu erzielen. Die im Prozess auftretenden Temperaturverluste sowohl an die Umgebung als auch an die Werkzeugaktivelemente machen ein Nachwärmen der Bleche durch einen Infrarotstrahler erforderlich.

Es wurde eine Verfahrensvariante entwickelt, mit der Leichtbauprofile aus Magnesiumknetlegierungen mit einem hinreichend großen Prozessfenster hergestellt werden können.

Partner

In einem Projekt im Rahmen des Wachstumskerns TEMAKplus, das gemeinsam mit der Firma EMATEC bearbeitet worden ist, wurde eine Prozessauslegung und Temperaturführung entwickelt und umgesetzt, die ein temperiertes Walzprofilieren von Magnesiumblechen ermöglicht.

© Fraunhofer IWU