Forschungsprojekt

StaBiFü® - Neue Fertigungsmethode für kleinere bis mittlere Stückzahlen

Zielbranchen

Werkzeugherstellung, Metallbearbeitung, blechverarbeitende Industrie

Problemstellung

Bei kleinen bis mittleren Serien ist die Produktion von Bauteilen durch mehrstufige Tiefziehprozesse aufgrund der hohen Werkzeugkosten oftmals unwirtschaftlich. Gegenstrategien wie die Nutzung gemeinsamer Plattformen und Baukästen für mehrere Modelle und Marken – und damit die künstliche Stückzahlerhöhung durch eine Mehrfachnutzung von Strukturbauteilen – sind nicht uneingeschränkt anwendbar.

Lösung

Im InnoCaT®-Teilprojekt »2.1.5 Kleine Stückzahlen« wurde eine neuartige Fertigungsmethode für einen Sitzquerträger entwickelt, bei der über kleine Änderungen am Bauteildesign – und der damit einhergehenden Vereinfachung der Technologiekette – ein erheblicher Teil der Werkzeugkosten eingespart werden kann. Mehrstufige, bauteilspezifische Umformwerkzeuge wurden hierbei auf eine einzelne Stufe reduziert. Die restliche Bearbeitung erfolgt wirtschaftlich mit flexiblen und standardisierten Blechbearbeitungssystemen in Stanz-Biege-Füge-Fertigung.

Durch die enge Kooperation mit dem InnoCaT-Teilprojekt »Formschlagen« konnte die einzig verbliebene, formgebundene und damit bauteilspezifische Umformstufe ressourcensparend als Formschlagprozess ausgelegt werden. Das benötigte Werkzeugmaterial wurde um 90 Prozent reduziert und der Blechausnutzungsgrad von 60 auf 77 Prozent erhöht. Die Energie- und Ressourcenbilanz des gesamten Herstellungsverfahrens wird damit deutlich verbessert. Zudem hat die innovative Fertigungsmethode das Potenzial zur Erhöhung der Typen- und Änderungsflexibilität in der Fertigung und zur Verkürzung von Anlaufzeiten.

Partner

TowerAutomotive, TRUMPF