Forschungsprojekte

futureTEX Basisvorhaben - Entwicklung von Prozessen und Strukturen für den Aufbau von Smart Factories in der Textilindustrie und Ableitung von typischen Industrie 4.0 Anwendungen

Das Projekt futureTEX ist ein Gewinner im Programm »Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis 2019 arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen, Unternehmen und Verbände an der Entwicklung wesentlicher Bausteine eines Zukunftsmodells für Traditionsbranchen. Die Bausteine des Zukunftsmodells werden in der Textilbranche, als eine dieser Traditionsbranchen in Sachsen, entwickelt und sollen hier zur Umsetzung gebracht werden.

Das Projektkonsortium futureTEX verfolgt das Ziel, die führende Position bei der Umsetzung der vierten industriellen Revolution im Textilmaschinenbau und in der Textilindustrie zu erringen und damit bis 2030 das modernste textilindustrielle Wertschöpfungsnetzwerk Europas aufzubauen. Dies wird durch die Entwicklung eines Zukunftsmodells für Traditionsbranchen unter Einbeziehung der Chancen und Möglichkeiten der vierten industriellen Revolution realisiert. Es setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Im Zukunftsmodell werden

Zielbranchen

Textilindustrie, (Übertragbarkeit auf weitere Branchen)

Problemstellung

Mit dem Basisvorhaben wird im Rahmen der Projektlaufzeit bis vorausichtlich Oktober 2016 das Ziel verfolgt, ausgehend vom aktuellen Stand im Industriebereich Textil, welcher anhand von drei repräsentativen Fallbeispielen analysiert und beschrieben wird, die spezifischen Anforderungen ausgewählter Anwendungen von Industrie 4.0 in der Textilindustrie herauszuarbeiten. Ermittelt werden sollen die branchenspezifischen Bedarfe, existierenden Probleme und Barrieren, aber auch Ängste und Befürchtungen, um daraus konkrete Handlungsansätze und mögliche Potenziale abzu-leiten.
Die Fallbeispiele wurden so ausgewählt, dass sie möglichst breit die Branche und aktuelle sowie zukünftige Problemstellungen repräsentieren und die Ergebnisse gleichzeitig auch auf andere Industriebereiche übertragbar sind:

  • Herstellung von Faserverbundhalbzeugen mit der Option einer endkonturnahen Fertigung auf der Basis Prepreg und einer prozessbegleitenden Qualitätskontrolle
  • Herstellung eines Single Jersey Gestricks mit der Option der Nutzung des neuen FiberKnit-Verfahrens
  • Herstellung individueller Heimtextilien mit Nutzung im Mietwäschebereich als Kerngeschäft und Diversifikation in den Bereich der technischen Textilien

Lösung

Als Ergebnis des Basisvorhabens sollen typische, branchenspezifische Prozesse und Strukturen für eine Smarte Textilfabrik der Zukunft ableitbar sein, die die Basis für weitere Folgevorhaben bieten. Im Rahmen des Vorhabens werden zudem einzelne technische Fragestellungen in zwei der Fallbeispiele beleuchtet. Sowohl das FiberKnit – Verfahren als auch die endkonturnahe Fer-tigung und mitlaufende Qualitätskontrolle für Faserverbundkunststoffe (FVK) bieten konkrete Ansätze und Potenziale für die Vision von Industrie 4.0 (z.B. Individualisierung der Produkte, Integration von Intelligenz in das Produkt). Ziel ist es hierbei, das technische Risiko der angedachten Prozessänderungen zu bewerten und für die notwendigen Folgevorhaben zu minimieren. Die frühe und intensive Einbeziehung von Industriepartnern garantiert den von futureTEX intendierten hohen Anwendungsbezug der Forschung.