Forschungsschwerpunkt

Flexibler Karosseriebau

Zielbranche

Automobilindustrie, Fahrzeug- und Verkehrstechnologien, Maschinenbau

Problemstellung

Der zunehmende Wunsch nach Individualisierung bedingt eine steigende Variantenvielfalt sowie kürzere Produktlebenszyklen in der Automobilindustrie. Hochkomplexe Produktionskapazitäten müssen möglichst schnell auf neue bzw. veränderte Fahrzeugmodelle ausgelegt werden, um den Marktanforderungen zu entsprechen. Die Industrie zielt zudem auf eine möglichst konstante Auslastung ihrer Fabriken an weltweiten Standorten ab. Schwankende Märkte sind dabei eine besonders große Herausforderung. Vor diesem Hintergrund entstehen im Kompetenzbereich Karosseriebau kundenspezifische Lösungen für Vorrichtungen sowie Handhabe-, Füge- und Qualitätssysteme.

Lösung

Anhand einer exakten Zweitanlage mit identischen Referenzprozessen für den Zusammenbau einer Autotür erfolgt in Kooperation mit einem deutschen OE-Partner die seriennahe Erforschung und Erprobung neuer Technologien unter realistischen Produktionsbedingungen. Die Vision der Wissenschaftler: Durch den Einsatz von In-Line-Messtechnik, mechanisierten Spannvorrichtungen und intelligenten, softwarebasierten Assistenzsystemen soll ein sich selbst regelnder flexibler Karosseriebau möglich werden. Mittelfristig können so auf einer Produktionslinie diverse kundenspezifisch individualisierte Modelle gefertigt werden.

Auf Basis einer kompletten industriellen Karosseriebauanlage zum Zusammenbau einer Serientür können Forschungsergebnisse bis hin zur Serienreife entwickelt, erprobt und qualifiziert werden.

Arbeitsgebiete sind dabei:

  • Flexibilität (Modell- und Derivatevielfalt, Standortflexibilität)
  • Qualität (Beschleunigung des Anlagenanlaufs und -hochlaufs)
  • Anlagenintelligenz (geregelter Karosseriebau, Plug & Play, Fernwartung)
  • Logistik (Flexibilität, vor- und nachgeschaltete Prozesse)
  • Ausbringung (Taktzeit und Verfügbarkeit)
  • standortspezifische Themen (LCA, skalierbare Automatisierung, Bedien- und Instandhaltungskonzepte, Mitarbeiterqualifizierung)
  • Energieeffizienz (Betriebszustände, Fügetechnologien)