EFORMIN – Innovative Instrumente für die minimalinvasive Chirurgie

Konzept eines Instruments mit Funktionserweiterung für die minimalinvasive Chirurgie
Konzept eines Instruments mit Funktionserweiterung für die minimalinvasive Chirurgie

Im Projekt EFORMIN entwickeln die Wissenschaftler des Fraunhofer IWU gemeinsam mit Ärzten und Medizintechnik-Unternehmen ein funktionserweitertes Instrument für die minimalinvasive Chirurgie. Die Anforderungen der Mediziner: Die Einsatzbereiche und die Bewegungsfreiheitsgrade des Arbeitsgerätes sollen erhöht und eine Kraftrückmeldung an den Chirurgen realisiert werden. Operiert dieser an besonders empfindlichen Geweben zum Beispiel im Gehirn oder am Rückenmark, soll ihm das Instrument rechtzeitig ein Feedback geben, bevor er zu viel Kraft aufwendet und Gewebe zerstören kann.

Um die Wünsche der Ärzte umsetzen zu können, setzen die Fraunhofer-Wissenschaftler ein innovatives Aktorkonzept um, das direkt in den Instrumentenkopf integriert wird. Dies erlaubt einen modularen Ansatz, bei dem die vier Hauptkomponenten Bedienteil, Aktor, Effektor und Zuleitung eigenständig betrachtet und optimal entsprechend den Anforderungen entwickelt werden können. Im Vergleich zu herkömmlichen Instrumenten wird das innovative chirurgische Werkzeug nicht mechanisch, d.h. durch Seilzüge betrieben. Stattdessen werden Greifer oder Schneidwerkzeuge im Körper des Patienten elektronisch mittels Formgedächtnismaterialien angesteuert.