Forschungsprojekt

Patchworktechnik

Zielbranchen

Nutzfahrzeugbau

Problemstellung

Blechbauteile im Automobilbau müssen eine hohe Belastbarkeit und Steifigkeit aufweisen und gleichzeitig leicht sein. Dieser Umstand erfordert Werkstoff- und Konstruktionskonzepte, bei denen der Materialeinsatz der realen Belastung angepasst werden kann.

Lösung

Die Patchworktechnik ist eine Schlüsseltechnologie zur flexiblen und belastungsgerechten Optimierung von Bauteilen. Mit ihrem Einsatz kann durch eine lokale Anpassung der Bauteileigenschaften eine deutliche Massereduzierung bei gleichzeitiger Erhöhung der Belastbarkeit erreicht werden.

Das Verfahrensprinzip beruht auf der Verringerung der Blechdicke z. B. eines Karosserieteils und der gezielten Verstärkung der Platine durch das Aufbringen eines kleineren Bleches - dem Patchblech. Das Patchblech wird vor der Umformung durch Laserschweißen, Widerstandspunktschweißen, Löten, Kleben o.Ä. auf die Platine aufgebracht. Erst anschließend wird der Patchverbund umgeformt.

Vorteile der Patchworktechnik:

  • angepasste Strukturen mit höherer Steifigkeit bei geringerem Gewicht
  • Verstärkungsblech wird im Flachzustand aufgebracht (zusätzliche Umformvorgänge entfallen; Fügen umgeformter Strukturen entfällt)
  • Aufwand für hochgenaue Halbzeugzuschnitte und Positionierung entfällt
© Fraunhofer IWU