Forschungsprojekte

Hydrofügen

Zielbranchen

Nutzfahrzeugbau

Problemstellung

Das große Potenzial der Hydroumformung zur Herstellung komplexer Hohlteile kann oft nicht vollständig genutzt werden, da bei der Bauteilkonstruktion auf die Zugänglichkeit zur Realisierung nachfolgender Fügeprozesse Rücksicht genommen werden muss. Thermische Verfahren sind bezüglich Dauer- und Korrosionsfestigkeit sowie Wärmeverzug problematisch. Aluminiumwerkstoffe sind aufgrund ihrer Oxidhaut nur mit relativ großem Aufwand thermisch fügbar. Verbindungen von Fügepartnern aus unterschiedlichen Werkstoffen, z. B. Aluminium und Stahl, können auf thermischem Weg nur in Sonderfällen realisiert werden.

Lösung

Mit der Integration der Fügeoperation in den Prozess der Hydroformung können diese Probleme gelöst werden. Dazu werden die vorlochfreien Fügeverfahren Clinchen und Stanznieten (Vorteile: schnell, preiswert, ohne Wärmeeinwirkung) und das Verfahren Hydroumformung miteinander kombiniert. Die Nutzung des Druckmediums als aktive Komponente bildet die Grundlage der entwickelten Fügeverfahren Hydrostanznieten und Hydroclinchen. Durch das matrizenlose Verfahrensprinzip wird auch das Fügen in Bereichen möglich, die mit den Standardverfahren nicht zugänglich sind. Das für die Ausformung der Teile erforderliche Hochdruckfluid wird für die Fügeoperation weitergenutzt.