Formgedächtnistechnik - Produktionstechnik

Wirtschaftliche Fertigungsmethoden als Schlüssel zum erfolgreichen Produkt

Die Produktionstechnik nimmt eine besondere Bedeutung bei der Fertigung von Anwendungen mit FGL ein. Als produktionstechnisches Institut verfügt das Fraunhofer IWU über umfassende Expertise und langjährige Erfahrung in allen wichtigen Fertigungstechnologien, die speziell auf die einzigartigen Eigenschaften von Formgedächtnislegierungen abgestimmt sind. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auch auf der systematischen Analyse der Wirtschaftlichkeit sowie der Entwicklung von Methoden zur Qualitätssicherung in der Produktion.  

Forschungsschwerpunkte

Das Fraunhofer IWU bietet sämtliche Technologien und Prozesse zur Fertigung von FGL-Aktoren und Sensoren an. Dies umfasst sowohl bereits in der Industrie etablierte Prozesse wie zum Beispiel das Crimpen und das FGL-Drahthandling, aber auch bisher noch nicht vollständig qualifizierte Prozesse wie beispielsweise thermische Fügetechnologien für FGL oder die Additive Fertigung.

Unser Leistungsangebot

  • Prozessentwicklung  zur Halbzeugkonditionierung und Komponentenherstellung, z.B. von FGL-Federn
  • Automatisierte Herstellungsprozesse für FGL-Draht-Aktorsysteme
  • Methoden zur Qualitätskontrolle
  • Entwicklung von Fügetechnologien für FGL-Komponenten: Crimpen, Schweißen, Löten
  • Generative Fertigung von FGL-Elementen
  • Textile Fertigungsverfahren für FGL-Drähte
  • FGL-Kunststoffintegration mit duro- oder thermoplastischen Verfahren

Referenzprojekte

 

Modulare Demonstrationsplattform für die Serienproduktion von Draht-Aktoren

Im Projekt bündeln mehrere Partner ihre Kompetenzen und entwickeln eine modulare Automatisierungsplattform, die es KMU ermöglicht, auf dem gesammelten Know-how des Projekts aufzubauen und eigene Automatisierungslösungen für die Herstellung von Aktorsystemen auf FGL-Basis kostengünstig umzusetzen.

 

Spannungsinduziertes-Martensit-Training von thermischen FGL-Drähten und Federaktoren

Da das Einlaufverhalten in den ersten Lastzyklen besonders ausgeprägt ist, werden Aktordrähte und Federaktoren im Regelfall konditioniert bzw. vorzykliert, um diese Effekte zu kompensieren und ein konstantes Materialverhalten sicherzustellen. 

 

Crimpverbindungen nach individuellen Anforderungen

Die Integration von Drahtaktoren im Rahmen vollautomatisierter Produktionsprozesse ist technisch anspruchsvoll und bislang nur begrenzt gelöst. Wir haben ein skalierbares Crimpkonzept entwickelt, das auf eine breite industrielle Anwendbarkeit abzielt.

 

Thermische Fügeverfahren für FGL

Die zuverlässige Einbindung von FGL-Komponenten ist eine essenzielle Aufgabe zur Herstellung von FGL-Anwendungen. Aus diesem Grund werden am Fraunhofer IWU neben mechanischen Technologien zum Fügen von FGL auch thermische Fügeverfahren untersucht, um Systeme zuverlässiger, flexibler und wirtschaftlicher zu machen. 

 

Additive Fertigung von Aktorwerkstoffen

Eine thermo-mechanische Optimierung von Formgedächtniselementen auf Ni-Ti-Basis führt oft zu sehr komplexen Strukturen. Deshalb und aufgrund der Schwierigkeiten bei der Nutzung konventioneller Formgebungsverfahren ist der Einsatz additiver Verfahren hier ganz besonders interessant und innovativ, denn dadurch kann eine Funktionsverdichtung bei maximaler Gestaltungsfreiheit erreicht werden. 

 

FGL-Kunststoffintegration

Die Integration von FGL in Kunststoffkomponenten eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur Herstellung intelligenter und adaptiver Bauteile. Mittels Spritzgussverfahren können FGL-Elemente direkt in die Kunststoffmatrix eingebettet werden, wodurch in nur einem Prozessschritt komplexe Aktorsysteme hergestellt werden können. 

Weitere Referenzprojekte

aus dem Bereich Formgedächtnistechnik